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Natürliche Familienplanung oder Empfängnisregelung ist zuverlässig und hat viel positive Auswirkungen.

Schön interessieren Sie sich dafür. Wir hoffen, wir können Ihnen mit unseren Informationen dienen.

Beurteilung von sogenannten "Zyklus-Apps"

Der Artikel der deutschen NFP-Ärzte „Zyklus-Apps zur Verhütung – sicher oder Gesellschaftsspiel?“ gibt eine Übersicht über die meisten momentan verfügbaren Apps, die ein fruchtbares Fenster im Zyklus der Frau angeben. „Prognose-Apps, die aus Daten früherer Zyklen (Zykluslängen oder frühere Temperaturanstiege) das fertile Fenster vorhersagen, sind als unbrauchbar zu verwerfen“* – darunter auch die aus wissen-schaftlicher Sicht zu Unrecht in den USA von der FDA als Verhütung zugelassene App „Natural Cycles“. Vertrauenswürdiger sind Apps, die das fertile Fenster im aktuellen Zyklus beobachten, und zwar nach einer sympto-thermalen Methode (aber kein Mix von ganz verschiedenen Methoden wie bei OvuView). Allerdings gibt es momentan noch zu keiner App ernst zu nehmende Studien – und die Sicherheit der zugrundeliegenden Methoden lässt sich nicht automatisch auf die jeweiligen Apps übertragen. „Apps, die mit Messsystemen verbunden sind, die Hormone oder neue Parameter messen (z.B. Ava), haben die Erwartungen bisher nicht erfüllt: Bisher wurde kein Parameter gefunden, der die notwendige Genauigkeit aufweist.“

Nicht im Artikel erwähnt ist die App „INERCycle“ von INER Polen und Billings-Apps, da sie keine automatischen Aus-wertungen vornehmen, sondern einzig der Aufzeichnung des Zyklus und dem Austausch mit der Beraterin dienen. Ebenfalls nicht im Artikel erwähnt ist www.sympto.org, zu dem Dr. Tatjana Barras-Kubski ergänzt, dass es im Juli 2016 in einem wissenschaftlichen Artikel der Hopkins Universität in Boston im JABFM als das beste symptothermale Programm der Welt befunden worden ist.

Die ausführliche Analyse finden Sie über diesen Link: www.sektion-natuerliche-fertilitaet.de/zyklus-apps-zur-verhuetung-sicher-oder-gesellschaftsspiel/

* Frank-Herrmann P, Freis A, Freundl-Schütt T, Wallwiener L-M, Baur S, Freundl G, Raith-Paula E, Strowitzki T (2019) Zyklus-Apps zur Verhütung – sicher oder Gesellschaftsspiel? Gynäkologe 52: 90. https://doi.org/10.1007/s00129-018-4358-6


Das prämenstruelle Syndrom auf natürliche Weise behandeln
Auszug aus „Fertility, Cycles & Nutrition“

Die Autorin Marilyn M. Shannon hat einen Master-Abschluss in Humanphysiologie mit dem Nebenfach Biochemie und unterrichtet seit 35 Jahren Anatomie und Physiologie als teilzeitliche Dozentin für Biologie an einer Universität in Indiana. Marilyn und ihr Mann Ron sind seit 1982 als Beraterpaar für Natürliche Familienplanung (NFP) für die Couple to Couple League aktiv. Sie hat viele Artikel über Ernährung und Fruchtbarkeit in der Zeitschrift Family Foundations der CCL geschrieben und viel über dieses Thema referiert. Nach der ersten Ausgabe von Fertility, Cycles & Nutrition (1990) im Verlag der CCL wurde sie für den wissenschaftlichen Fortschritt der NFP ausgezeichnet. Aktuell arbeitet sie an der 5. Ausgabe des Buches. Ron und Marilyn leben mit einem Teil ihrer neun Kinder auf einer kleinen Farm in Indiana.
Ihr Buch ist leider nur auf englisch erhältlich, deshalb darf die IGNFP einzelne Kapitel auf deutsch veröffentlichen. Das erste Kapitel, das hier auf unserer Webseite verfügbar ist, beschäftigt sich mit dem prämenstruellen Syndrom PMS. Hier eine kurze Zusammenfassung.
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) bezieht sich auf eine Reihe von unangenehmen Symptomen (einschließlich Angst, Reizbarkeit, Blähungen und Brustempfindlichkeit), die bei einigen Frauen in der zweiten Zyklusphase auftreten können. Häufig ist eine Gelbkörperschwäche der Grund für PMS, was bedeutet, dass während der lutealen Phase das Östrogen zu hoch und das Progesteron zu niedrig ist. Dieses hormonelle Ungleichgewicht wird oft auch als "Östrogendominanz" bezeichnet.
Die Forschung des Gynäkologen Guy Abraham hat aufgezeigt, dass eine verbesserte Ernährung und Vitamin- und Mineralstoffpräparate, die reich an Vitamin B6, anderen B-Vitaminen, Vitamin C, Zink und Magnesium sind, die Symptome von PMS verbessern können, auch in Blindstudien. Es gibt auch andere Ansätze zur Über-windung der Symptome von PMS, darunter Präparate mit Mönchspfeffer (vitex agnus castus) oder Kalziumzusätze.
Eine verbesserte Ernährung und PMS-Vitamine und -Mineralien können auch bei einer zu kurzen Lutealphase, einem Teil der Fälle von Unfruchtbarkeit, wiederholten Fehlgeburten, Endometriose und anderen Problemen im Zusammenhang mit der Östrogendominanz hilfreich sein.

Hier kommen Sie zum Kapitel über das PMS aus dem Buch „Fertility, Cycles and Nutrition“ von Marilyn M. Shannon.



  
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